Kennen Sie schon Bürokaufmann Roland Ziegler?

Kennen Sie schon Roland Ziegler?

Den meisten Kunden, Interessenten oder Lieferanten ist Roland Ziegler nur vom Telefon bekannt. Seit 25 Jahren ist er als gelernter Bürokaufmann die zentrale Anlaufstelle im Büro, die bekannte Stimme am Telefon und hinter den Kulissen für sämtliche kaufmännische Tätigkeiten verantwortlich.

Beschreibe deinen Bildungsweg und beruflichen Werdegang.

Gelernt habe ich Industriekaufmann und auf dem Weg dahin irgendwann eine Selbstständigkeit angefangen. Über drei Jahre habe ich dann eine Filiale einer Autovermietung in Ansbach geleitet, aber beschlossen, dass der Kapitalaufwand zu immens ist und mir dann eine kaufmännische Arbeit gesucht. So bin ich vor 25 Jahren in der Zimmerei Mohr gelandet. Damals war die Firma noch unter der Leitung von Walter Mohr und ich war gemeinsam mit seiner Frau Marie Mohr im Büro.

Wie sieht der Arbeitsalltag für dich bei der Zimmerei Mohr GmbH aus? Wobei der sich im Laufe von 25 Jahren mit Sicherheit stark gewandelt hat.

Ja. Als ich angefangen habe, haben wir die Angebote noch mit der Schreibmaschine geschrieben. Es war Wahnsinn 25 Seiten lange Rechnungen, die wir damals auch schon hatten, zwei- oder gar dreimal schreiben zu müssen. Den Computer gab es in der Firma schon, allerdings wurde er noch nicht genutzt und es ist sehr viel händisch gemacht worden. Kurze Zeit nach dem ich angefangen hatte, kam auch Sabine Mohr in den Betrieb und gemeinsam sind wir dann die Schreibmaschine losgeworden. Ich hab ein eigenes Programm mitgebracht und etwas umgestrickt, damit wir in der Firma Rechnungen schreiben konnten. Das war noch in DOS. [Computer-Betriebssystem – Anm. d. Verf.]
Ja, also der Arbeitsalltag hat sich stark gewandelt und tut es noch immer. Da müssen wir vielleicht nochmal zwei Jahre zurückgehen, weil mit dem Eintritt der jungen Generation ja wieder gravierende Änderungen in der Firma passiert sind und noch passieren. Wir zeigen uns diesen neuen Medien viel offener.
Die Technik hat zwar vieles vereinfacht, auf der anderen Seite aber auch das genaue Gegenteil bewirkt. Die Arbeit bzw. der Aufwand wird mehr.

Arbeitsbeginn ist für mich seit 25 Jahren um 06:50 Uhr. Während der Computer hochfährt, mache ich die Teeküche und den unteren Besprechungsraum einsatzfähig. Mein Hauptaufgabengebiet konzentriert sich auf Rechnungen schreiben, Angebote und Auftragsbestätigung und den Versand. Kundenpflege ganz allgemein. Ich bin meistens der erste Ansprechpartner, wenn jemand ins Büro kommt oder natürlich auch am Telefon. IT-Angelegenheiten gehören hin und wieder auch noch zu meinen Aufgaben.

Bürokaufmann Roland Ziegler Zimmerei Mohr Leutershausen

Welches Aufgabengebiet macht dir am meisten Spaß und welches weniger?

Also LVs sind seit 25 Jahren ein freudiges und nicht so freudiges Aufgabengebiet. Ich mach jetzt keine Jubelsprünge wenn LVs kommen.
Lieblingsaufgabe ist eigentlich alles, was kaufmännisch ist. Das ist mir ja anscheinend irgendwo mit reingelegt worden.

Was gefällt dir am/im Unternehmen besonders gut?

Die letzten Jahre gefällt mir unheimlich die Öffnung, das heißt wir modernisieren uns gerade. Es werden jetzt die neuen Medien mitgenommen. Es ist eine andere Generation, die mit dem ganz selbstverständlich aufgewachsen ist und sagt, da können wir Arbeit sparen, da können wir Arbeit organisieren und da können wir die Verwaltung besser machen und auch den ganzen Ablauf. Das hätte ich gerne vor 20 Jahren schon angestoßen, wobei schon immer wieder etwas umgesetzt worden ist.

Auch freue ich mich über Kunden, mit denen wir seit 20 Jahren und länger zusammenarbeiten. Ein Kunde meinte zu mir: „Ach, der Ziegler, der ist halt immer da.“ Wenn Kunden reinrufen und sich fast daheim fühlen. Das sind Sachen, da weiß man, wir haben etwas richtig gemacht.

Was war bisher dein schönster Moment im Beruf?

Es gibt viele schöne Momente. Zu den jüngsten Momenten zählen, als ihr [Alexander und Stefanie Mohr – Anm. d. Verf.] dann ins Berufsleben gekommen seid, weil ich euch hab aufwachsen sehen. Nach meinem Dafürhalten macht ihr beide es richtig, auch wenn vielleicht noch ein paar Zauderer mit den neuen Wegen hadern.

Welchen Wunsch hast du für die Zukunft der Zimmerei Mohr?

So weitermachen, würde ich mal sagen. Und vor allem das Geschäft, das die letzten 20 Jahre die Firma dahin gebracht hat, wo sie jetzt ist und auch die Flexibilität beibehalten.

 

Herzlichen Dank an Roland für seine Zeit, den interessanten Rückblick und seine jahrzehntelange Treue.

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